Philipp Freitag verfehlt in Navarra knapp das Podest

Bei bestem Wetter wurden die ersten beiden Rennläufe des diesjährigen europäischen Moriwaki 250 Junior Cups auf dem Rundkurs von Navarra/Spanien ausgetragen. Moto Nord Pilot Philipp Freitag kämpfte jeweils in der Führungsgruppe mit guter Aussicht auf eine Podestplatzierung. Am Ende fuhr er als Vierter und als Fünfter über die Ziel­linie. Leon Czichos erzielte bei seinem Debüt im Cup direkt die ersten Meisterschaftspunkte.


Moriwaki Cup 2014 in Navarra

Philipp Freitag (#49) mit den Schweizern Marcel Brenner (#46) und Jarno Kausch (#41) sowie dem Finnen Patrik Pulkkinnen (#114) weit vorne im Feld (Foto: Ad Kievit, Wegrace Info)

 

16.03.2014 – Ein stahlblauer Himmel, strahlender Sonnschein und angenehme Temperaturen um die 20 °C empfin­gen die 24 Starter zu den beiden Auftaktläufen der europäischen Nachwuchsrennserie „Honda Moriwaki 250 Junior Cup“ auf dem 3.933 m lange Rundkurs „Circuito de Navarra“ in der auf 440 m Höhe gelegenen Ortschaft Los Arcos in der Nähe von Pamplona. Unter den angereisten Startern waren zahlreiche neue Cup-Teilnehmer, darunter Moto Nord Pilot Leon Czichos aus Stadland, so dass die Karten neu gemischt wurden.

 

Beim freien Training am Vortag des Rennens war der Tscheche Filip Salac, amtierender Meister der Nachwuchsklasse des ADAC Mini Bike Cups, der schnellste Fahrer. Philipp Freitag hatte indes zunächst mit Fahrwerksproblemen zu kämpfen: Die 2010 erbaute Renn­strecke ist zwar relativ neu, doch haben die zahlreichen Autorennen starke Bodenwellen in den Brems­zonen hinterlassen, und diese brachten erhebliche Unruhen in die ca. 34 PS starke 250 ccm-Viertakt-Rennmaschine des Norddeutschen, die zunächst nicht behoben werden konnten. Im freien Training lag er dadurch nur auf Rang 11, es fehlten ihm über drei Sekunden auf die Zeit von Salac. Freitags Mechaniker Klaus Eckert aus Hamburg und Fahrwerksingenieur Niels Reijnders von Ten Kate Racing fanden aber schließlich eine Lösung für das anstehende Qualifying. Das erste Qualifying verlief dann tatsächlich ganz nach Freitags Geschmack, er belegte Position zwei, knappe neun Zehntel hinter Salac. Im zweiten Qualifying konnte er seine Zeit dann aber nicht mehr verbessern, weil die Reifen abgebaut hatten, er fiel damit auf die endgültige Startposition sechs zurück. Czichos konnte trotz eines Sturzes im ersten Qualifying Startposition 15 herausfahren.

 

Mit frischen Reifen ging es für Philipp Freitag ins erste Rennen, er konnte mit einem fulminanten Start aus der zweiten Reihe direkt Boden gut machen. Das Rennen musste jedoch wegen eines schweren Sturzes des polnischen Piloten Marcelis Bezulski zunächst abgebrochen und dann wieder neu gestar­tet werden. Wieder gelang Freitag ein perfekter Start: Er konnte sogar zunächst die Führung des Feldes über­nehmen, die er dann an Salac verlor. Dieser behauptete im Rennverlauf die Spitzen­position, da­hinter erwiesen sich die beiden Schweizer Piloten Jarno Kausch und Marcel Brenner als extrem stark. Freitag hatte bei der extremen Gangart mit Rutschern am Hinterrad zu kämpfen, konnte aber den Kampf mit Kausch und Brenner um Position zwei führen. Zwei Runden vor Schluss erhielt er einen Rammstoß von Brenner, so dass er von der Strecke abkam und beinahe stürzte. Er nahm die Verfolgung wieder auf und passierte schließlich hinter Salac, Kausch und Brenner den Ziel­strich als Vierter, insgesamt mit der zweitbesten Rundenzeit, drei Zehntel über der von Salac. Marcel Brenner entschuldigte sich nach dem Rennen für seine Aktion, die offenbar so nicht beabsich­tigt war. Leon Czichos erzielte im ersten Lauf Platz 16. Der zweite Lauf verlief ähnlich und war von Positionskämpfen in der Führungsgruppe hinter Salac, der sich leicht absetzen konnte, gekennzeichnet. Diesmal schaffte es der Deutsche Lukas Tulovic aus Eberbach, der im ersten Lauf den Anschluss zur Führungsgruppe verloren hatte, sich am Ende auf Position zwei vorzukämpfen. Freitag erreichte hinter Brenner und Kausch als Fünfter den Zielstrich. Leon Czichos konnte sich  im zweiten Lauf auf Platz 14 verbessern und nahm somit auf Anhieb die ersten Punkte mit nach Hause.