Podium für Philipp Freitag in Großbritannien und für Manou Antweiler in Schleiz

Vor den Augen von 45.000 Zuschauern schaffte Moto Nord Pilot Philipp Freitag auf der legendären Grand Prix Strecke von Brands Hatch mit Platz drei den Sprung auf das Podest und markierte mit seiner Bestzeit den Rundenrekord im europäischen Honda Moriwaki 250 Junior Cup. Auch sein Vereinskollege Leon Czichos konnte mit einem zweiten Platz im nassen Qualifying sowie Top 10 Platzierungen in den Rennen glänzen.

 

Manou Antweiler schaffte es im Yamaha R6-Cup zum zweiten Mal in Folge auf das Podest: Bei der Hitzeschlacht auf dem Schleizer Dreieck wurde er Dritter.

 

Podium Moriwaki Cup Brands Hatch

Podium zum siebten Saisonlauf (v.l.n.r.): Patrik Pulkkinen (2.), Filip Salac (1.), Philipp Freitag (3.) (Foto: Emiel Aarten)

 

21.07.2014 – In Brands Hatch, in der englischen Grafschaft Kent, wurden der sechste und siebte Saisonlauf der europäischen Nachwuchsrennserie „Honda Moriwaki 250 Junior Cup“ im Rahmen der Britischen Superbike Meisterschaft (BSB) ausgetragen wurden, gelang Moto Nord Pilot Philipp Freitag aus Buchholz in der Nordheide nach einem fünften Platz im ersten Rennen mit Platz drei im zweiten Rennen der Sprung auf das Podest. Zunächst verlief nicht alles nach Plan, denn er hatte sich zum Ziel gesetzt, ein starkes Qualifying abzuliefern, um in den beiden Rennen beim Kampf an der Spitze mitwirken zu können. Das englische Wetter machte ihm aber einen Strich durch die Rechnung: Zwischen zwei heftigen Gewitternächten konnte das freie Training zwar im Trockenen absolviert werden, doch das entscheidende Qualifying wurde am nächsten Tag auf nasser Strecke ausgetragen und rief die Regenspezialisten auf den Plan, zu denen sein Vereinskollege Leon Czichos zählte. Unter den 21 Startern aus zwölf Nationen schaffte es Freitag auf Rang 11 und stand damit in der vierten Startreihe, Czichos gelang ein sensationeller zweiter Platz, so dass er in der ersten Startreihe stand. Der Niederländer Sander Kroeze musste direkt passen, weil sich unter der Belastung des Qualifikationstrainings herausstellte, dass er sich bei einem Sturz im freien Training einen Arm angebrochen hatte. Im ersten Rennen konnte Freitag nach einem exzellenten Start direkt fünf Plätze gutmachen. Im Verlauf des Rennens lag er zwischenzeitlich auf Platz drei, an der Spitze der Verfolgergruppe, hinter seinem Landsmann Kevin Orgis vom ADAC Sachsen Leistungszentrum und dem Tschechen Filip Salac, die vorne enteilen konnten und sich ein sehenswertes Duell lieferten, bis Orgis in der letzten Kurve vor Rennende mit einem spektakulären Highsider stürzte, wobei er sich einen Fuß brach. Freitag war in der Verfolgergruppe etwas zurückgefallen und versäumte die Schlussattacke, weil er übersehen hatte, dass er sich schon in der letzten Runde befand. So blieb er hinter Jarno Kausch (Schweiz) und Patrik Pulkkinen (Finnland) und verlor auf dem Zielstrich noch knapp – um fünf Hundertstel – einen Platz an Vasco van der Valk (Niederlande). Czichos beendete das Renne mit einem hervorragenden siebten Platz. Im zweiten Rennen hat Freitag dann in der Schlussphase punktgenau attackieren können. Er kämpfte sich durch die Gruppe, in der er fuhr, und bog als Zweiter auf die Start-Ziel-Gerade ein, doch Pulkkinen konnte ihn auf den letzten Metern einholen und überquerte den Zielstrich vier Hundertstel Sekunden vor ihm. Ein Trost war seine Bestzeit aus der Aufholjagd (1’ 41,005“), mit der er den Moriwaki Cup Rundenrekord gesetzt hat. Leon Czichos überquerte mit nur knapp neun Sekunden Rückstand auf den Sieger Salac die Ziellinie als Achter. Die nächsten beiden Läufe finden nach einer zweiwöchigen Pause in Dijon (Frankreich) statt.

 

 

Podium in Schleiz

Podium in Schleiz (v.l.n.r.): Dominik Engelen (2.), Lukas Trautmann (1.), Manou Antweiler (3.) (Foto: Felix Wiessmann)


Manou Antweiler (18, Team AC MoTec / Bergau) schuf sich für den Yamaha R6-Dunlop-Cup-Lauf auf dem Schleizer Dreieck mit Platz drei im Qualifying und somit einem Startplatz in der ersten Reihe eine hervorragende Ausgangsbasis für den Erfolg. Er hatte es aber mit zwei unangenehmen Gegnern zu tun: zum einen mit der Hitze und zum anderen mit einem zu weichen Fahrwerk. Ein heißes und trockenes Wochenende mit Temperaturen bis zu 36 °C verlangte den Fahrern körperlich einiges ab. „Ich habe mich vor jedem Einsatz im Unteranzug unter die Dusche gestellt, um mich abzukühlen.“ verriet der Moto Nord Pilot aus Grünhagen. Im Rennen, das Lukas Trautmann (Österreich) und Max Fritzsch anführten, offenbarte sich, dass Antweiler mit zu weichen Federn unterwegs war: „Ich hatte mehrfach fast einen Highsider und konnte daher den Vorausfahrenden nicht richtig folgen.“ stellte er fest. Nach vier Runden wurde er dann von Dominik Engelen überholt. Das Risiko, das Antweiler einging, um einigermaßen dranzubleiben, zahlte sich aus: Fritzsch stürzte, und somit war der Weg für Platz drei frei. 2012 hatte Antweiler hier den Sieg geholt. Sein damals aufgestellter Rundenrekord bleibt bis heute ungeschlagen.