Meisterschaftsendstände zeichnen sich nach Speedweek ab

Im Rahmen der German Speedweek in Oschersleben konnte Manou Antweiler mit Platz zwei seine Meisterschaftsführung im Yamaha R6-Dunlop-Cup weiter ausbauen. Im IDM Moto3 Rennen landete Philipp Freitag in einer knappen Entscheidung nur auf Platz vier. Das gesetzte Saisonziel, in die Top 3 der Moto3 Standard-Klasse zu fahren, hat er damit erreicht, doch die Chancen auf den Vize-Titel sind nur noch minimal. Ein tödlicher Startunfall im ADAC Junior Cup warf einen dunklen Schatten auf die Veranstaltung.

 

 

25.08.2015 – Die Stimmung in der Motorsport Arena war zunächst hervorragend, denn das Wetter spielte mit und die fünftägige German Speedweek lockte mit Ihrem Highlight, dem 8-Stunden-Rennen zur FIM Langstrecken-Weltmeisterschaft, zahlreiche Zuschauer an. Im Qualifying konnte sich Manou Antweiler (Bienenbüttel, Team Bergau/Fuhrmann Motor) hinter Lukas Tulovic (Eberbach, Team Freudenberg/MoBikes) den zweiten Platz und damit die erste Startreihe sichern. Sein Verfolger in der Meisterschaft, Maurice Ullrich (Wörrstadt, Team Pepe-Tuning/Romero) hatte diesmal mit der fünften Reihe eine ungünstige Ausgangsposition. Vom Start weg machte Tulovic gleich mächtig Tempo und fuhr einen immer größer werdenden Vorsprung heraus. Antweiler hatte leichte Probleme mit dem Vorderrad und begnügte sich damit, ein halbes Dutzend Verfolger zu kontrollieren. Diese dezimierten sich zum Teil selbst, so stürzte Loris Haug  (München, Team MFZ / Motec) ausgangs der Hotelkurve. Antweiler konnte bis zum Schluss seine Position behaupten und fuhr vor Marc Zellhöfer (Fürth, Pedack-ADAC Nordbayern e.V.) und hinter Tulovic auf Platz zwei. Meisterschaftskonkurrent Ullrich schaffte es noch auf Platz vier. Der Norddeutsche fährt jetzt mit einem Vorsprung von 17 Punkten zum Finale nach Hockenheim.

 

Manou Antweiler

Manou Antweiler ist kaum noch zu stoppen (Foto: Felix Wiessmann)

 

Als Philipp Freitag nach Oschersleben anreiste, war er rein rechnerisch einer der drei Titelkandidaten der IDM Moto3 Standard-Meisterschaft. Titelanwärter Tim Georgi (Team Freudenberg), konnte allerdings mit einem Sieg die vorzeitige Entscheidung herbeiführen, es galt daher vor allem, dessen Teamkollegen Matthias Meggle zu schlagen, um die Chance auf den Vize-Titel zu wahren. Das Qualifying verlief allerdings nicht optimal, Freitag landete auf Gesamtposition sieben und Platz fünf in der Standard-Wertung, er startete damit aus der dritten Reihe. Im Rennen konnte der Moto Nord Pilot mit einem guten Start sofort den Anschluss zur Spitzengruppe der Standard-Piloten herstellen, vor der nur noch die beiden Niederländer Thomas van Leeuwen und Ernst Dubbink mit ihren leistungsstärkeren GP-Maschinen lagen. Die Vierergruppe, bestehend aus Georgi, Meggle, Soppe und Philipp, teilte sich bald in der Mitte auf, weil Soppe Schwierigkeiten hatte, das Tempo mitzugehen. Später fiel Meggle zurück und musste seinen Teamkollegen ziehen lassen. Dafür bekam er Gesellschaft von seinen Verfolgern. In den nachfolgenden Positionskämpfen überholten sich Freitag und Soppe sowie Soppe und Meggle gegenseitig. Am Ende hatte Meggle knapp die Nase vorn, und Freitag verpasste um sieben Hundertstel hinter Soppe das Podest. Mit 156 Punkten ist Georgi vorzeitig Meister in der Moto3 Standard-Klasse. Meggle und Freitag haben 130 bzw. 114 Punkte auf dem Zähler.

 

Philipp Freitag

Philipp Freitag (Bild) fehlten am Ende weniger als zwei Zehntel auf Matthias Meggle
(Foto: N. Schneider)

 

Für Entsetzen sorgte an dem Wochenende ein schwerer Startunfall im ADAC Junior Cup. Vergeblich bangten die Teilnehmer um das Leben des 15 Jahre jungen Rennfahrerkollegen Jonas Hähle. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Freunden.