Rückschläge für Moto Nord Piloten am Lausitzring

Beim Rennen des ADAC Moto3 Northern Europe Cups im Rahmen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) auf dem Lausitzring mussten die Moto Nord Piloten Rückschläge einstecken. Leon Czichos stürzte nach einer Kollision bereits in der ersten Kurve nach dem Start. Philipp Freitag wurde auf Platz zwei liegend nur wenige hundert Meter von der Ziellinie entfernt in der letzten Runde von der Strecke gerammt. Manou Antweiler erreichte erstmals in dieser Saison das Ziel, blieb aber mit Platz acht unter seinen Möglichkeiten.

 

Philipp Freitag leistet Führungsarbeit

Philipp Freitag (#49) vor Matthias Meggle (#21), Simon Jespersen (#43) und Dirk Geiger (#4) (Foto: Nico Schneider)

 

3.5.2016 – Beim Rennwochenende auf dem 4,3 km langen Kurs im Süden Brandenburgs spielte erstmals in dieser Saison das Wetter mit, es war durchweg trocken und überwiegend sonnig. Angereist waren 26 Moto3-Piloten, 20 Starter in der Moto3 Standard- und sechs Starter in der Moto3 GP-Klasse. Von den Moto Nord Piloten landete Leon Czichos (Stadland) nach den beiden Qualifikationstrainings auf Gesamtrang 15 bzw. Rang 11 in der Standard-Klasse. Manou Antweiler (Bienenbüttel, Freudenberg Racing Team) lag einen Platz davor (Gesamtrang 14, Rang 10 Standard-Klasse), nachdem er seine Zeiten trotz seiner Rückenprobleme, die von seinem Sturz in Silverstone herrührten, kontinuierlich verbessert hatte.  Moto Nord Pilot Philipp Freitag (Buchholz in der Nordheide, Team „F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt“) konnte mit Gesamtrang sieben und Rang vier in der Standard-Klasse im Qualifying bereits eine brauchbare Ausgangsposition erzielen, doch sein Team  identifizierte nach der Analyse des Qualifyings in einer Passage noch Verbesserungspotential.

 

Das Rennen wurde nach dem Start noch in der ersten Runde abgebrochen, weil einer von zwei gestürzten GP-Fahrern medizinische Hilfe benötigte. Mit einer von 14 auf 12 Runden verkürzten Renndistanz gab es einen Neustart. Während Leon Czichos nach dem ersten Start gut durchgekommen war, kam für ihn beim zweiten Start schon in der ersten Kurve das Aus, als er nach einer Kollision zu Boden ging. Philipp Freitag kam gut weg und übernahm schon in der zweiten Runde innerhalb der Standard-Klasse die Führung vor Matthias Meggle. Durch den Zweikampf mit ihm konnten Dirk Geiger (Mannheim, Kiefer Racing) und Simon Jespersen (DEN) zu einer Vierergruppe aufschließen, in der die Positionen ständig wechselten. Zwischenzeitlich fiel Freitag auf Position vier zurück. Am Ende der letzten Runde lag er auf Position zwei direkt hinter Matthias Meggle (Reichholzried, Dynavolt Intact GP Junior Team), als er in der allerletzten Kurve einen heftigen Stoß von der Kurveninnenseite her erhielt: Der Däne Simon Jespersen, den er kurz vorher passiert hatte, hatte ihn in einem aussichtslosen Überholversuch mit einer für die enge Linkskurve viel zu hohen Geschwindigkeit seitlich gerammt. Beide Kontrahenten stürzten. Während es Jespersen gelang, seine Maschine wieder anzuschieben und Platz sieben in der Standard-Klasse zu retten, bekam Freitag seine Honda trotz mehrerer Anschiebeversuche nicht wieder in Gang. Dirk Geiger und der Tscheche Oliver König erbten durch den Vorfall die Podestplätze zwei und drei. Manou Antweiler machten über die Renndistanz starke Rückenschmerzen zu schaffen. Mit dem erzielten achten Platz war er nicht zufrieden, doch konnte er nach den zwei Stürzen in Silverstone und dem ausgelassenen Rennen in Assen erstmals in dieser Saison die Zielflagge sehen.

 

Meisterschaftsstand (Top 5) in der Standard-Klasse des ADAC Moto3 Northern Europe Cups:

 

1. Matthias Meggle (D)  81 Punkte (1 Sieg)

2. Oliver König (CZE)  66 Punkte (1 Sieg)

3. Dirk Geiger (D)  60 Punkte

4. Philipp Freitag (D)  50 Punkte (2 Siege)

5. Simon Jespersen (DEN)  46 Punkte

 

Leon Czichos: Rang 10 mit 25 Punkten

Manou Antweiler: Rang 16 mit 8 Punkten

 

Das nächste Rennwochenende des ADAC Moto3 Northern Europe Cups findet erst vom 15.-17. Juli statt, im Rahmen das Motorrad Grand Prix (MotoGP) auf dem Sachsenring.