„Heimrennen“ für Philipp Freitag und Johann Flammann

Die beiden Moto Nord Piloten Johann Flammann aus Soltau und Philipp Freitag aus Buchholz traten im Rahmen der German Speedweek in Oschersleben zu jeweils zwei Rennen an. Die Motorsport Arena Oschersleben ist für die Norddeutschen die geographisch nächstgelegene Rennstrecke. Johann Flamman erzielte im ADAC Junior Cup trotz Trainingsdefizit die Plätze sieben und fünf. Philipp Freitag kämpfte im ADAC Northern Europe Cup in der Führungsgruppe und konnte die zweitschnellste Rundenzeit des Moto3 Standard-Feldes für sich verbuchen, überquerte die Ziellinie aber jeweils als Fünfter.

Philipp Freitag in Oschersleben

Philipp Freitag (#49) vor Leon Orgis (#45), Oliver König (#52) und Toni Erhard (#3)
(Foto: N. Schneider)

 

23.05.2017 – Nachdem Johann Flammann wegen seiner verspäteten Anreise weder am freien Training noch am ersten Qualifikationstraining teilnehmen konnte, wurde er mit dem zweiten Qualifikationstraining direkt ins kalte Wasser geworfen. Glücklicherweise waren die Bedingungen zwar kühl, aber trocken, so dass er sich ohne Probleme qualifizieren konnte. Im Gesamtklassement, das neben den ADAC Junior Cup Fahrern auch die niederländischen KTM RC390 Piloten beinhaltet, landete er auf Platz 17. In der für ihn entscheidenden Junior Cup Wertung lag er auf dem neunten Platz. Schnell war seinem Vater und Betreuer Tom Dick klar, dass die Übersetzung angepasst werden musste. Im ersten Rennen ging es dann – unterbrochen von einem Rennabbruch wegen eines Motorplatzers – für Johann Flammann nach vorne, und er erzielte Platz sieben. Für das zweite Rennen brachte eine verbesserte Fahrwerksabstimmung den Durchbruch und der 17-jährige Soltauer fuhr Rundenzeiten, die nur wenige Zehntel über der des führenden lagen. Ein Ausritt in der Hasseröder-Kurve bremste ihn aus, und er verlor zwei Plätze, die er vor der Zielflagge wieder zurückerobern konnte. Mit seinem fünften Platz erklomm er in der Meisterschaft Rang sechs. Das nächste Rennen findet auf dem Sachsenring im Rahmen des Deutschland Grand Prixs statt. Vater und Sohn sind davon überzeugt, dass es dann noch weiter nach vorne gehen wird.

 

Johann Flammann

Johann Flammann in Oschersleben mit seiner KTM RC390 (Foto: T. Dick)

 

Philipp Freitag hatte im ersten Qualifying des Moto3 Northern Europe Cups bei heißen 27 °C Schwierigkeiten, seinen Rhythmus zu finden. Am darauffolgenden Tag konnte er sich im zweiten Qualifying nicht mehr verbessern, weil der Grip nach einem Unwetter und Temperatursturz auf 16 °C schlechter war. Ergebnis war Platz fünf in der Standard-Klasse und Platz zehn in der Gesamtwertung, was die vierte Startreihe bedeutete, während der schnellste Standard-Pilot in der zweiten Reihe stand. Im ersten Rennen hatte er einen mäßigen Start und konnte seine Position nicht verbessern. Zusammen mit Dirk Geiger (Kiefer Racing), Simon Jespersen (DEN), Oliver König (CZE) und Toni Erhard (Kiefer Racing) schaffte er es in die Führungsgruppe. Dazu gesellte sich Leon Orgis (Kiefer Racing), der aber in der letzten Runde stürzte. Nach einer Überrundung verlor Freitag den Anschluss und überquerte die Ziellinie als Fünfter. Im zweiten Rennen konnte er nach einem hervorragenden Start auf Position zwei in der Standard-Klasse vorfahren. Es bildete sich wieder dieselbe Führungsgruppe, allerdings konnte Orgis diesmal nicht aufschließen. Das Tempo war gegenüber dem ersten Rennen nochmals verschärft, die Führungsgruppe fuhr 1‘34“er Bestzeiten. Freitag konnte sich lange in der Gruppe halten, verlor aber nach einer Überrundung wieder den Anschluss und wurde erneut Fünfter. In der Meisterschaft liegt er jetzt auf Rang vier. Die nächste Station des Moto3 Northern Europe Cups ist am kommenden Wochenende Donington Park (England), wo zwei Rennen im Rahmenprogramm der World Superbike Championship ausgetragen werden.