Starker Auftritt in Silverstone

Moto Nord Pilot Philipp Freitag aus Buchholz in der Nordheide demonstrierte auf der Grand Prix Strecke im britischen Silverstone in der stark umkämpften Moto3 Standard-Klasse seine Qualität und kämpfte in beiden Rennläufen um den Sieg. Nach einer Notbremsung im ersten Lauf landete er auf Platz vier der ADAC Northern Europe Cup Wertung. Nach der besten Rundenzeit im ersten Lauf startete er im zweiten Lauf von der Pole Position. In der Schlussattacke verlor er erst kurz vor der Ziellinie die Führung und erzielte mit Platz drei einen Podestrang. In der Meisterschaft konnte er seinen zweiten Rang verteidigen.

 

Start Moto3 STD Silverstone 2017

Start in das zweite Rennen: Max Cook (#30) übernimmt zunächst die Führung,
rechts davon Philipp Freitag (#49), Dirk Geiger (#1), Thomas Strudwick (#2)

(Foto: N. Schneider)


11.09.2017 – Die vorletzte Runde des ADAC Northern Europe Cups (NEC) wurde im Rahmen der British Superbike Champioship ausgetragen. Die Moto3 Standard-Klasse ging diesmal nicht wie sonst gemeinsam mit der offenen Moto3 GP-Klasse, sondern mit ihrem britischen Pendant, der British Motostar Standard-Klasse, an den Start. Insgesamt zählte das angetretene Feld 31 Piloten mit einem standardmäßigen Honda NSF250R Production Racer.

 

Das Wetter war das gesamte Wochenende über kühl und wechselhaft, aber nur die freien Trainings fanden auf komplett nasser Strecke statt. Mit Position sechs im gesamten Standard-Feld konnte sich Philipp Freitag (Team „F. Koch Rennsport“) im Qualifikationstraining einen Startplatz in der zweiten Reihe für das erste Rennen sichern, um kämpfte dann in der Führungsgruppe, die im letzten Renndrittel aus sieben Piloten bestand: Neben ihm zählten dazu Luca de Vleeschauer (NL), die beiden „Kiefer Racing“ Piloten Dirk Geiger (D) und Leon Orgis (D) aus dem ADAC NEC sowie Max Cook, Victor Rodriguez und Thomas Strudwick aus der British Motostar. Innerhalb der Gruppe wurde erbittert um die ständig wechselnden Positionen gekämpft und auch vor Körper- und Motorradkontakt nicht zurückgeschreckt. Für Spannung sorgten zudem einzelne Wasserlachen auf der ansonsten weitestgehend trockenen Strecke. Philipp Freitag spürte, dass er schnell genug für einen Sieg war. Doch nach einer gefährlichen Notbremsung wegen eines ausscherenden Piloten innerhalb der Gruppe fiel er zurück und überquerte die Ziellinie als Siebter, nur 0,6 Sekunden hinter dem Sieger Luca de Vleeschauwer aus den Niederlanden. In der ADAC NEC Wertung wurde er als Vierter hinter de Vleeshauwer, Orgis und Geiger gewertet.

 

Im zweiten Rennen startete der Moto Nord Pilot von der Pole Position, da er im ersten Rennen die schnellste Rundenzeit für sich verbucht hatte. Nach dem Start bildete sich dieselbe Führungsgruppe, lediglich de Vleeschauwer fehlte diesmal an der Spitze. Nach einigen Scharmützeln im Chaos der Führungsgruppe ließ sich Freitag zunächst zurückfallen, um schließlich in der vorletzten Runde die Führung zu übernehmen, indem er fünf Gegner im passenden Moment auf einmal überholte. Er forcierte dann das Tempo, musste aber nach einem Rammstoß von Orgis und einer Attacke von Geiger zweimal die Führung wieder zurückerobern. Knapp verfolgt von den beiden Piloten aus dem Kiefer Racing Team schien der Sieg gegen Ende der letzten Runde bereits sicher, doch in der vorletzten Kurve folgte ein weiterer Angriff von Geiger, der beiden Piloten den Schwung kostete. Orgis nutzte dies aus, ging vorbei und siegte in einem Foto-Finish mit sechs Tausendsteln Vorsprung vor Geiger. Freitag folgte mit sieben Hundertstelsekunden Rückstand auf Platz drei.

 

Siegerehrung Moto3 STD Silverstone 2017

Siegerehrung Moto3 Standard, 2. Rennen (v.l.n.r.): Dirk Geiger (2.), Leon Orgis (1.), Philipp Freitag (3.)
(Foto: N. Schneider)

 

In der Tabelle führt Geiger mit 181 Punkten, Freitag liegt mit 136 Punkten weiter auf Platz zwei. Orgis ist mit 135 Punkten auf Platz drei vorgerückt.

 

Das Finale findet wieder im Rahmenprogramm der British Superbike Championship statt, vom 29.09.-01.10.2017 auf dem TT Circuit Assen in den Niederlanden.